
tentares tägliche Zitate



𝗚𝘂𝗶𝗱𝗼 𝗩𝗶𝘁𝗶𝗲𝗹𝗹𝗼: 𝗝𝗼𝗸𝗲𝗿 𝗲𝗻𝘁𝗳𝗲𝘀𝘀𝗲𝗹𝘁. 𝗗𝗶𝗲 𝗱𝘂𝗻𝗸𝗹𝗲 𝗦𝗲𝗶𝘁𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝗼𝗺𝗶𝗸
König und Narr tauschen die Plätze: Politiker werden zu Stand-up-Comedians, Komiker zu Staatschefs. Guido Vitiello erzählt die Geschichte dieses Rollentauschs – und macht die Figur des Joker zum Schlüssel einer ganzen Epoche.
Aus dem Italienischen von Stephan Gregory
ISBN 978-3-911804-06-6
208 Seiten, 18 €
𝗜𝗻𝗵𝗮𝗹𝘁
1. Joker entfesselt.
Genealogische Nachforschungen
zum Mann, der lacht
2. Der Karneval ist tot.
Apokryphe Depeschen 1914–1945
3. Victum est chaos.
Extravaganzen, die geschmacklose Leute Theorie nennen
4. Der König amüsiert sich.
Die Tyrannei der Narren, die Narretei der Tyrannen
5. Die Hühner zum Lachen bringen.
Reisenotizen eines unbefugten
Ethnologen

Godanis Buch rehabilitiert die Melancholie als Form der Welterkenntnis. Der Melancholiker hat nicht weniger Welt als andere, sondern mehr – weil er sie nicht durch das Raster des Begehrens filtert. Was wie Rückzug aussieht, ist die Absage an eine Weltbeziehung, die die Dinge zu Objekten macht.
Aus dem Italienischen von Stephan Gregory
ISBN 978-3-911804-04-2
260 Seiten, 20 €

Wir freuen uns sehr, zwei neue tentare-Bücher präsentieren zu können:
Mario Vegettis »Wer in der Stadt das Sagen hat« bietet eine konzise, sehr gut lesbare Einführung in die Machtverhältnisse der antiken Polis. Für die heutige Debatte um die Zukunft der Demokratie sind die hier erläuterten Begriffe und Problemstellungen von unerwarteter Aktualität.
In Silvia Lippis Buch zeigt sich ein überraschend aktueller Freud: einer, der die Instabilität und den ›partialen‹ Charakter von Sexualobjekt und Geschlechtsidentität deutlich erkannt hat und dessen Denken sich daher mit feministischen, queeren und nichtbinären Perspektiven verbinden lässt, ohne ihm Gewalt anzutun. Hier finden wir eine ›Rückkehr zu Freud‹, durch die die Psychoanalyse ihre emanzipatorische Kraft zurückgewinnen kann.
Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit beim Verlag: tentare.de


Mittwoch, 04. März 2026, 19.00h, Buchhandlung b_books, Berlin
Lübbenerstr. 14, 10997 Berlin
Book Launch „Große Kunst. Hyperwachstum in der Studiopraxis“ und Talk mit Christian Jankowski (Künstler), Raimar Stange (Journalist und Kurator) und der Autorin Karen van den Berg (Professorin für Kunsttheorie)
Was bedeutet es für das Selbstverständnis von Künstler:innen, wenn sie immer mehr zu Produktionsmanager:innen spektakulärer Werke werden? Und welchen Einfluss hat es auf das Kunstfeld als Ganzes, wenn ein Machbarkeitsfetischismus und eine Technoästhetik des Digitalen von Kunstfabrikationsbetrieben, die die Kunst für die Stars der Vorderbühne fertigen, zum immer dominanteren Maßstab werden? Diese Fragen diskutieren Jankowski, Stange und van den Berg anlässlich des im tentare Verlag erschienenen Buchs „Große Kunst“.


Mittwoch, 4. Februar, 18:00 h, Akademie der Bildenden Künste, München
Akademie (Neubau), Akademiestr. 2-4, 80799 München, Vortragsraum E.O1.23
Book Launch: »Große Kunst. Hyperwachstum in der Studiopraxis«
Die Autorin Prof. Dr. Karen van den Berg im Gespräch mit Dr. Léa Kuhn, Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Die Studios der Stars des Kunstbetriebs gleichen heute oft mittelständischen Betrieben, in denen junge Künstler:innen Werke für die Größen der Vorderbühne fertigen und die Künstler:innen zu Produktionsmanager:innen werden. Doch entstehen die spektakulären Installationen von Damien Hirst, Jeff Koons, Katharina Grosse, El Anatsui und Olafur Eliasson nicht nur in Großstudios; sie werden häufig auch von Fabrikationsbetrieben gefertigt, die längst auch von jungen Künstler:innen in Anspruch genommen werden. Wie dies die Arbeitsweisen und das künstlerische Selbstverständnis verändert hat, diskutieren die Autorin des Buches und die Kunsthistorikerin Léa Kuhn mit Studierenden.
Wir freuen uns über Beate Scheders Rezension von Karen van den Bergs Buch »Große Kunst«, erschienen in der taz vom 15. Januar 2026.
Hier ein längerer Auszug:
Karen van den Berg ist Professorin für Kunsttheorie & inszenatorische Praxis an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Die Kunsthistorikerin hat selbst zahlreiche Ausstellungen kuratiert und forscht insbesondere zu den Produktionsbedingungen von Kunst. In früheren Publikationen hat sie sich etwa mit Formen politischer Kunst beschäftigt.
Für ihr neues Buch hat sie gemeinsam mit der Soziologin Ursula Pasero über einen Zeitraum von sechs Jahren zahlreiche Interviews geführt und Studiobesuche unternommen. Dabei widmete sie sich insbesondere jenen „unsichtbaren Händen“, die dafür sorgen, dass aus einem künstlerischen Konzept ein spektakuläres Werk wird, wie auch all den hochspezialisierten Dienstleistungs- und Fertigungsbetrieben, die daran beteiligt sind.
Aufschlussreich ist van den Bergs Buch vor allem da, wo sie an konkreten Beispielen untersucht und kritisch zuspitzt, wie sich heutige Mega-Künstler:innen organisieren. Katharina Grosse wird dort aufgeführt, die selbst von ihrem „Apparatus“ spricht, dem sie stets ausführliche „Credits“ zuteilkommen lässt und dessen Zentrum sie selbst als Künstlerin bildet.
Sie nennt auch El Anatsui und sein Studio im nigerianischen Nsukka. Dort knüpfen Assistent:innen in Abertausenden Stunden Handarbeit Rohmaterial – von recycelten Aluminiumschraubdeckeln bis zu Schnapsflaschen – zu riesigen Gobelins zusammen. Das Studio sei „durch eine geteilte lebensweltliche Tiefe“ geprägt, „die es mit den Kleinbetrieben, Gebrauchsgegenständen und Alltagspraktiken der Umgebung verbindet“.
Oder Ólafur Elíasson, der mittlerweile drei GmbHs betreibt, eine dreistellige Zahl an Mitarbeiter:innen in slicken Design-Labor-ähnlichen Büro-Werkstätten beschäftigt und der „beinahe alles, was in seinem Studio passiert, zur experimentellen Forschung“ erklärt.
All das hat vielschichtige Gründe, die van den Berg nachzuzeichnen versucht. Was bei alldem mitschwingt, ist die Frage, was es mit der Kunst macht, wenn sie in immer stärker durchprofessionalisierten Zusammenhängen entsteht. „Womöglich verliert sie nicht nur ihren Reiz, sondern auch ihre gesellschaftliche Funktion“, überlegt van den Berg. Und eine gewisse Freiheit.
Hier finden Sie die vollständige Rezension:

Mittwoch, 4. Februar, 18:00 h, Akademie der Bildenden Künste, München
Akademie (Neubau), Akademiestr. 2-4, 80799 München, Vortragsraum E.O1.23
Book Launch: »Große Kunst. Hyperwachstum in der Studiopraxis«
Die Autorin Prof. Dr. Karen van den Berg im Gespräch mit Dr. Léa Kuhn, Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Die Studios der Stars des Kunstbetriebs gleichen heute oft mittelständischen Betrieben, in denen junge Künstler:innen Werke für die Größen der Vorderbühne fertigen und die Künstler:innen zu Produktionsmanager:innen werden. Doch entstehen die spektakulären Installationen von Damien Hirst, Jeff Koons, Katharina Grosse, El Anatsui und Olafur Eliasson nicht nur in Großstudios; sie werden häufig auch von Fabrikationsbetrieben gefertigt, die längst auch von jungen Künstler:innen in Anspruch genommen werden. Wie dies die Arbeitsweisen und das künstlerische Selbstverständnis verändert hat, diskutieren die Autorin des Buches und die Kunsthistorikerin Léa Kuhn mit Studierenden.

Donnerstag, 26. Februar, 19.30h, Kunstverein Friedrichshafen
Buchhornpl. 6, 88045 Friedrichshafen
»Große Kunst. Hyperwachstum in der Studiopraxis«
Buchpräsentation und Gespräch mit Prof. Dr. Karen van den Berg und Prof. Dr. Franz Schultheis
In der Veranstaltung diskutieren die Autorin Karen van den Berg und der Soziologe Franz Schultheis über die Produktionsbedingungen heutiger Kunst. Van den Bergs Buch bietet tiefe Einblicke in den Maschinenraum künstlerischer Großproduktionen und beleuchtet die Arbeitspraktiken von Stars wie Damien Hirst, Jeff Koons, Katharina Grosse, El Anatsui und Olafur Eliasson ebenso wie die Arbeit von Fabrikationsbetrieben und Hintergrundkünstler:innen, die längst auch für junge Künstler:innen und unabhängige Kunstinstitutionen Kunst produzieren.

Mittwoch, 04. März 2026, 19.00h, Buchhandlung b_books, Berlin
Lübbenerstr. 14, 10997 Berlin
Book Launch „Große Kunst. Hyperwachstum in der Studiopraxis“ und Talk mit Christian Jankowski (Künstler), Raimar Stange (Journalist und Kurator) und der Autorin Karen van den Berg (Professorin für Kunsttheorie)
Was bedeutet es für das Selbstverständnis von Künstler:innen, wenn sie immer mehr zu Produktionsmanager:innen spektakulärer Werke werden? Und welchen Einfluss hat es auf das Kunstfeld als Ganzes, wenn ein Machbarkeitsfetischismus und eine Technoästhetik des Digitalen von Kunstfabrikationsbetrieben, die die Kunst für die Stars der Vorderbühne fertigen, zum immer dominanteren Maßstab werden? Diese Fragen diskutieren Jankowski, Stange und van den Berg anlässlich des im tentare Verlag erschienenen Buchs „Große Kunst“.

Dienstag, 9. Juni, 18 h, Kunsthalle Tübingen
Philosophenweg 76, D-72076 Tübingen
Karen van den Berg: »Große Kunst. Hyperwachstum in der Studiopraxis«
Buchvorstellung und Gespräch
In der Veranstaltung präsentiert die Autorin die Kernthesen ihres Buches, das Einblicke in den Maschinenraum künstlerischer Großproduktionen bietet. Sie zeigt, wie Künstler:innen heute zu Produktionsmanager:innen ihrer XXL-Werke werden. Was das für ihr Selbstverständnis bedeutet, veranschaulicht van den Berg anhand von Fallstudien zu Stars wie Damien Hirst, Jeff Koons, Katharina Grosse, El Anatsui und Olafur Eliasson.
Eintritt: 10 Euro
Um Voranmeldung wird gebeten, Karten an der Abendkasse erhältlich.

Wenn Ateliers zu Unternehmen werden: Raimar Stange spricht mit Karen van den Berg über ihr neues Buch „Große Kunst“ (tentare Verlag), in dem sie das Phänomen der XXL-Kunstproduktion untersucht. Warum kosten Ausstellungen heute Millionen? Und was bedeutet es, wenn Künstler:innen zu Manager:innen werden?
Das ganze Gespräch auf monopol-magazin.de.
