Silvia Lippi, Patrice Maniglier: Schwestern – Cover

Schwestern

Für eine feministische Psychoanalyse

Feministisch zu werden ist keine bloß rationale Entscheidung. Es ist eine lebensnotwendige Antwort auf Traumata, die sich im Dunkel unserer je eigenen Geschichten verlieren: #MeToo.

24,00 €erscheint April 2027
Der Titel ist in Vorbereitung. Über den Newsletter erfahren Sie, sobald er lieferbar ist.

Die Psychoanalyse schien davon nichts wissen zu wollen. Dieses Buch bricht mit ihrem Schweigen. Es führt den Begriff der Schwesterlichkeit in die Psychoanalyse ein und plädiert zugleich für einen Feminismus, der sich zu seinen eigenen triebhaften, traumatischen, verrückten Anteilen bekennt.

Als Wegweiserin dient ihm eine Frau, lesbisch, schizophren, kriminell: Valerie Solanas. Sie entwirft eine Welt, die allein auf Beziehungen zwischen Frauen beruht – eine Welt der Schwestern. Schwesterlichkeit beschränkt sich jedoch nicht auf Beziehungen zwischen Personen, die bereits als Frauen identifiziert sind. Sie ist eine Art sozialen Bandes, unmittelbar aus unseren jeweiligen Traumata gewoben, zu einer gemeinsam geschaffenen Form: einem »geteilten Symptom«.

Indem es die Grundlagen einer schwesterlichen Psychoanalyse legt, wendet sich dieses Buch an alle, die jenseits der Vorstellungswelten männlicher Herrschaft denken, fühlen und leben wollen.

Aus dem Französischen von Tina Leisch und Stephan Gregory
Originalausgabe: Sœurs. Pour une psychanalyse féministe (Seuil, Paris 2023)
336 Seiten
Paperback, 12,5 × 21 cm
ISBN 978-3-911804-12-7
9783911804127
Die Autorin

Silvia Lippi ist Psychoanalytikerin und klinische Psychologin am Établissement Public de Santé Barthélémy Durand in Étampes. Sie hat Philosophie studiert, wurde in Psychologie promoviert und ist assoziierte Forscherin an der Université Paris-Nanterre.

Sie ist Autorin von Freud l'ingouvernable (Stilus, 2025), Sœurs. Pour une psychanalyse féministe (Seuil, 2023, mit Patrice Maniglier), Rythme et mélancolie (Érès, 2019), Freud. La passione dell'ingovernabile (Feltrinelli, Mailand, 2018), La décision du désir (Érès, 2013, ausgezeichnet mit dem Prix Œdipe le Salon 2014) sowie Transgressions. Bataille, Lacan (Érès, 2008). Gemeinsam mit anderen hat sie den Sammelband Marx, Lacan: l'acte révolutionnaire, l'acte analytique (Érès, 2013) herausgegeben.

Silvia Lippi bei tentare →

Der Autor

Patrice Maniglier ist Professor am Fachbereich Philosophie der Université Paris Ouest Nanterre, wo er Ästhetik und Philosophie lehrt. Sein Philosophiestudium an der École normale supérieure (Paris) schloss er 1993 ab. Bekannt wurde er vor allem durch seine Arbeiten zur strukturalen Philosophie, philosophischen Anthropologie, Ontologie und Ästhetik, in engem Austausch mit dem Werk von Claude Lévi-Strauss.

Zu seinen Hauptwerken gehören La vie énigmatique des signes. Saussure et la naissance du structuralisme (Paris: Scheer, 2006), Le Vocabulaire de Lévi-Strauss (Paris: Ellipses, 2002) und Foucault va au cinéma (Montrouge: Bayard, 2011). Gegenwärtig ist er Mitherausgeber der Reihe MétaphysiqueS der Presses Universitaires de France.

Patrice Maniglier bei tentare →

Auch bei tentare

Gesamtes Programm →

Mehr zum Thema: Alle Bücher über Psychoanalyse · Alle Bücher über Politik